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Ratgeber · Beiträge planen · 5 Minuten Lesezeit

Dein Redaktionsplan für Social Media – einfach, mit Vorlage

Ein Redaktionsplan für Social Media ist eine einfache Liste: Wann erscheint welcher Beitrag, zu welchem Anlass, in welchem Format und in welchem Netz. Mit vier Spalten – Anlass, Format, Netz, Termin – planst du einen ganzen Monat in etwa einer Stunde. Unten findest du eine Vorlage, die du sofort übernehmen kannst.

Was ein Redaktionsplan ist – und was er dir bringt

Ein Redaktionsplan (oft auch Redaktionskalender genannt) legt im Voraus fest, was du wann veröffentlichst. Statt jeden Morgen zu überlegen „Was poste ich heute?“, schaust du auf deine Liste und weißt es. Das nimmt Druck raus und sorgt dafür, dass dein Auftritt gleichmäßig lebendig bleibt – auch in Wochen, in denen im Betrieb die Hölle los ist.

Für einen kleinen Betrieb muss der Plan nicht kompliziert sein. Eine Tabelle, ein Kalender an der Wand oder eine Notiz im Handy reichen. Wichtig ist nur, dass er da ist, bevor der Monat beginnt.

Die vier Spalten, die du brauchst

Jede Zeile im Plan ist ein Beitrag. Diese vier Angaben machen daraus eine klare Aufgabe:

  • Anlass: Worum geht es? Ein Feiertag, ein neues Produkt, ein Blick hinter die Kulissen, eine Stellenanzeige, ein Tipp aus deinem Fach.
  • Format: Foto, Bildreihe (Karussell), kurzes Video, Story oder Neuigkeit im Google-Unternehmensprofil.
  • Netz: Instagram, Facebook, Google – oder mehrere davon, jeweils passend zugeschnitten.
  • Termin: Datum und Uhrzeit, zu der der Beitrag erscheinen soll.

Vorlage: ein Monat Redaktionsplan für einen Betrieb

So kann ein Monat für eine Bäckerei aussehen – als Beispiel. Tausche die Anlässe einfach gegen deine eigenen aus. Jede Zeile folgt dem Muster Anlass · Format · Netz · Termin.

  • Neues Herbstbrot im Regal · Foto mit kurzem Text · Instagram und Facebook · Dienstag, 1. Woche, 7:30 Uhr
  • Frühschicht um 4 Uhr – so entsteht das Brot · kurzes Video · Instagram · Donnerstag, 1. Woche, 18:00 Uhr
  • Geänderte Öffnungszeiten am Feiertag · Neuigkeit und Sonderöffnungszeiten · Google-Unternehmensprofil · drei Tage vor dem Feiertag
  • Wir suchen Verstärkung für den Verkauf · Bildreihe mit Team-Fotos · Instagram und Facebook · Montag, 2. Woche, 12:00 Uhr
  • Tipp: So bleibt Brot länger frisch · Foto mit Tipp im Text · Instagram und Facebook · Mittwoch, 3. Woche, 7:30 Uhr
  • Wochenendangebot Blechkuchen · Story mit Countdown · Instagram · Freitag, 3. Woche, 11:00 Uhr
  • Danke für 100 Bewertungen · Foto mit Zitat einer Kundin · Instagram, Facebook und Google · Dienstag, 4. Woche, 17:00 Uhr
  • Vorschau auf den nächsten Monat · Bildreihe · Instagram und Facebook · letzter Freitag im Monat, 12:00 Uhr

Woher die Ideen kommen

Der schwierigste Teil ist selten das Planen, sondern das leere Blatt. Diese Quellen füllen es verlässlich:

  • Der Kalender: Feiertage, Jahreszeiten, Ferien, regionale Feste, Aktionstage deiner Branche.
  • Dein Alltag: der erste Kunde am Morgen, die neue Maschine, das Team in der Mittagspause, ein fertiges Projekt vorher und nachher.
  • Fragen deiner Kundschaft: Was wirst du an der Theke oder am Telefon immer wieder gefragt? Jede Frage ist ein Beitrag.
  • Dein Team: Vorstellungen, Jubiläen, Ausbildungsstart, Stellenangebote.
  • Dein Google-Unternehmensprofil: Neuigkeiten, Angebote und Veranstaltungen lassen sich dort ebenfalls veröffentlichen.

Einen Monat in einer Stunde planen

Mit dieser Reihenfolge wird aus der Vorlage schnell dein eigener Plan. Nimm dir dafür einmal im Monat eine ruhige Stunde, am besten gegen Ende des Vormonats.

  1. Trag zuerst die festen Termine ein: Feiertage, Ferien, Betriebsurlaub, Aktionen, Veranstaltungen.
  2. Verteile deine Beitragstermine über die Wochen, zum Beispiel dienstags und freitags.
  3. Fülle jeden Termin mit einem Anlass aus deiner Ideenliste – abwechselnd Produkt, Team, Tipp und Blick hinter die Kulissen.
  4. Lege für jeden Anlass Format und Netz fest.
  5. Notiere, welche Fotos oder Videos du noch brauchst, und schreib sie auf die Aufgabenliste für die Woche.

Wie oft posten? Ein Rhythmus, den du halten kannst

Eine feste Zahl, die für jeden Betrieb stimmt, gibt es nicht. Viel wichtiger als eine hohe Frequenz ist ein Rhythmus, den du auch in vollen Wochen schaffst. Zwei bis drei Beiträge pro Woche sind für viele kleine Betriebe ein guter Startpunkt – lieber zwei verlässlich als fünf und dann drei Wochen Funkstille.

Plane außerdem Luft ein: Lass pro Woche eine Lücke für spontane Momente, etwa den Regenbogen über der Baustelle oder die Torte, die heute besonders gelungen ist.

Vom Plan zum fertigen Beitrag

Wenn der Plan steht, sammelst du Fotos und Texte am besten in einem Rutsch – zum Beispiel an einem ruhigeren Nachmittag. Danach kannst du die Beiträge im Voraus einplanen, statt sie jeden Tag einzeln hochzuladen. Meta bietet dafür in der Meta Business Suite eine Planungsfunktion für Facebook und Instagram, Neuigkeiten im Google-Unternehmensprofil erstellst du im Profil selbst.

Einmal im Monat lohnt ein kurzer Rückblick: Welche Beiträge haben Gespräche ausgelöst, wo kamen Fragen oder Anrufe? Davon planst du im nächsten Monat mehr.

Wer im Team was übernimmt

Social Media muss nicht an einer Person hängen. Oft ist es leichter, die Arbeit zu verteilen: Eine Person hält den Plan aktuell, das Team liefert Fotos aus dem Alltag, und die Chefin oder der Chef gibt die Beiträge frei. Wenn im Plan eine Spalte „Wer?“ steht, weiß jeder, was bis wann zu tun ist.

Für die Freigabe reicht ein fester Moment pro Woche. So behältst du das letzte Wort, ohne dass jeder einzelne Beitrag dich im Tagesgeschäft unterbricht.

So hilft dir tiaki

In tiaki ist der Redaktionskalender mit Anlässen schon da, und über Nacht legt dir tiaki passende Beitragsvorschläge hinein – wenn du morgens öffnest, ist dein Kalender schon gefüllt. Du passt Text und Bild an, gibst frei und planst die Beiträge für Facebook, Instagram und Google zum gewünschten Termin.

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Fragen

Was du wissen willst.

Was gehört in einen Redaktionsplan für Social Media?

Mindestens vier Angaben je Beitrag: Anlass, Format, Netz und Termin. Wer mag, ergänzt Text, Bild und wer im Team zuständig ist.

Wie weit im Voraus sollte ich planen?

Für kleine Betriebe hat sich ein Monat bewährt. Das ist lang genug für Ruhe und kurz genug, um auf Neues zu reagieren.

Brauche ich für den Redaktionsplan ein spezielles Programm?

Nein, eine Tabelle oder ein Papierkalender reichen für den Anfang. Ein Planungswerkzeug spart dir später Zeit, weil du Beiträge direkt vorbereiten und zeitgesteuert veröffentlichen kannst.

Wie oft sollte ein Betrieb posten?

So oft, wie du es dauerhaft schaffst. Zwei bis drei Beiträge pro Woche sind ein guter Start – Verlässlichkeit zählt mehr als Menge.

Quellen

Zum Weiterlesen.

  1. Meta-Hilfebereich für Unternehmen: Facebook- und Instagram-Content in der mobilen Meta Business Suite-App planen
  2. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Beiträge in Ihrem Unternehmensprofil erstellen und verwalten
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